Bismarckturm Radebeul - Bismarckturm Radebeul

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Bismarckturm Radebeul

Der Bismarckturm in Radebeul
Ende des 19. Jahrhunderts taten sich Radebeuler Bürger zusammen, mit dem Ziel einen Bismarckturm in Radebeul zu errichten. 1902 genehmigte die Amtshauptmannschaft (damaliges Landratsamt) eine Geldsammlung zur Finanzierung des „Bismarck-Turmes“ in der Oberlößnitz.
Ein erster Anlauf, mit Postkartenverkauf (5 Pfennig das Stück), Konzerten und wenigen persönlichen Spenden brachte nicht den gewünschten Erfolg. Doch mit der Zeit beteiligten sich viele Vereine und Vereinigungen in den Ortsteilen Radebeul,  Serkowitz und Kötzschenbroda  Geld zu sammeln.
1904 wurde der Architekt Wilhelm Kreis wurde 1904 beauftragt, einen Entwurf für den Radebeuler Bismarckturm anzufertigen. In den Folgejahren gab es einige Änderungen, so entschied man sich gegen einen Feuer- oder Aussichtsturm und für ein einfacheres Monument mit zwei ebenerdigen Feuerstellen. In den Folgejahren gab es einige Änderungen, so entschied man sich gegen einen Feuer- oder Aussichtsturm und für ein einfacheres Monument mit zwei ebenerdigen Feuerstellen. So steht in der Urkunde zur Grundsteinlegung (aus dem Stadtarchiv): "Bis zum Jahre 1905 bemühten sich die Herren des Hauptausschusses und der Sonderausschüsse redlich persönlich um Gelder aus den Taschen der Lössnitzbewohner herauszuholen, sie erweiterten auch gelegentlich den Sammelkreis und nicht ohne Erfolg, aber sie kamen doch endlich zu der Überzeugung, dass durch Weitersammeln die erzielte Summe von 8732 Mark keine nennenswerte Erhöhung mehr erfahren würde, das Feld war, wie man zu sagen pflegt, abgegrast, die Gebelust war geschwunden und auch die Herren der verschiedenen Ausschüsse hatten die rechte Lust und Freudigkeit zum Betteln verloren. Mit ca. 9000 Mark war kein der Bedeutung Bismarcks würdiges Denkmal zu errichten, mindestens 14-15000 Mark waren dazu erforderlich. Was nun tun?" Der Hauptausschuss befand sich in einer schwierigen Lage. Doch dann kam einem Mitglied, dem Fabrikbesitzer Kretzschmar aus Kötzschenbroda, die zündende Idee eine Lotterie zu veranstalten "… und zwar eine Verlosung von Gegenständen der sächsischen Industrie, nichts anderes als Meissner Porzellan konnte da in Frage kommen".  Doch das königliche Ministerium des Inneren wollte erst keine Genehmigung dafür aussprechen. 1906 konnte die Lotterie dann doch stattfinden und brachte den gewünschten Erfolg. Unter den Spendern war auch Karl May, der mit dem Architekten Wilhelm Kreis befreundet war. 7323 Mark und 73 Pfennig konnten danach dem Denkmalfonds zugeführt werden. Ende 1906 war die erforderliche Summe von rund 16.000 Mark erreicht, bei einer geplanten Bausumme von rund 14.000 Mark. Eine private Schenkung eines Grundstücks durch den Privatus Friedrich Hermann Hennicke komplettierte die Geldsammlungen. Am 30. April 1907 erfolgte dann die Grundsteinlegung unter der Bauleitung von Wilhelm Kreis; der ausführende Baumeister war Moritz Alfred Große aus Kötzschenbroda. Der Turm wurde dann feierlich am 2. September 1907 eröffnet und wurde zum Schutz und Pflege an die Gemeinde Oberlößnitz übergeben.

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