Bismarckturm Radebeul - Bauwerk - Bismarckturm Radebeul

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Bismarckturm Radebeul:
Das Bauwerk

Bismarkturm Radebeul:
Individuelle Architektur durch Wilhelm Kreis


Bereits 1899, also nur einem Jahr nach dem Tod Otto von Bismarcks, erschuf Wilhelm Kreis einen grundlegenden Musterentwurf für ein Bismarckdenkmal.
Der radebeuler Bismarckturm wurde am 2. September 1907 eröffnet.

Entwurf
Für den Radebeuler Bismarckturm wurde ein eigenständiger Entwurf ausgewählt: Der Unterbau des Turms ist quadratisch mit einer Länge von 8,3 Metern, einer Höhe von 4 Metern und ist durch flache Wandnischen gegliedert. Darauf sitzt eine runde Säule von 14 Metern, die in einer von 10 Stützpfeilern getragenen oben offenen Kuppel endet. Der gesamte Turm ist somit 18 Meter hoch.
Ausgeführt wurde der Bismarckturm Radebeul als Betonbau, der mit einheimischen rotem Granit aus den nahegelegenen Steinbrüchen in Wahnsdorf verkleidet ist. Das Außenmauerwerk ist in der Form eines jeweils zehnbogigen Arkadenmauerwerks in vier Bogenreihen übereinander ausgeführt. Auf dem Schlussstein eines Bogens liegt ein hervorstehender Kragstein, auf dem der Fuß eines darüberliegenden Bogens aufliegt.
Im Inneren ist der Turm hohl und nach oben offen. Die vorhandenen acht Nieschen sollten u.a. für die Lagerung des Brennmaterials für die Feuer anlässlich der geplanten Bismarckfeiern dienen. Bereits 1913 plante man den Einbau einer Treppe für die Befeuerung einer Schale auf der Turmspitze, jedoch wurde dies aus Kostengränden nicht umgesetzt.
Über der Stahltür an der Bergseite war ursprünglich die Inschrift „Wir Deutsche fürchten Gott sonst nichts in der Welt“ angebracht. Darüber befindet sich ein Dreiecksgiebel, auf dem sich ein Bismarckwappen sowie die Inschriften „Patria inserviendo consumor“ (etwa: „Dem Vaterland dienend werde ich aufgerieben“) und „in trinitate robur“ (etwa: „In der Dreieinigkeit liegt Stärke.“) befanden.

Spätere Veränderungen und heutiger Zustand
Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Hinweise auf Otto von Bismarck samt dem Wappen sowie den Inschriften entfernt und der Turm 1961 offiziell in "Turm der Jugend umbenannt". Im Jahr 1993 erhielt der Bismarckturm seinen ursprünglichen Namen zurück und ein Jahr später erfolgte die Neugestaltung des Geländes mit Aussichtsterrassen und Bänken.
Der damalige 1. Bürgermeister Ingolf Roßberg schlug 1999 vor, den Bismarckturm mit einer Aussichtsplattform auszubauen sowie einen Ausstellungsraum einzurichten. Im September 2007 wurde für sechs Wochen eine mobile Stahltreppe im Inneren aufgebaut, um das Interesse für eine Nutzung als Aussichtsturm zu testen. Seit dem hat sich der "verein für denkmalpflege und neues bauen radebeul e.v." die Aktivierung des Bismarckturms als Ziel gesteckt. Seit dem Frühjahr 2011 erfolgte die genaue Vermessung des Turms und es entstanden drei Varianten für die Sanierung und Aktivierung: Die Möglichkeit des Besteigens auf einer Treppe im Inneren.

Quellen:
Wikipedia: Bismarckturm (Radebeul) u.a.


 
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